Bericht: Patientengerechte Parodontologie am 03. & 04. Februar 2012 in Erlangen

Bei winterlichen Temperaturen bis minus 19 Grad trafen sich am 1. Februarwochende Erlanger Zahnärzte/-innen und ihre Mitarbeiterinnen zur 1. Kombinationsveranstaltung „Patientengerechte Parodontologie“ im Hotel HerzogsPark in Herzogenaurach und der Praxis Dr. Rainer Lösch in Erlangen/Tennenlohe.

Im Fokus des am Freitag mit 24 Teilnehmern gut besuchten Teamkurses Parodontologie standen der Medizinleitfaden Entzündung – Schmerz – Hygiene, das Kochbuch „Patientengerechte Parodontologie“, die Grenzgebiete zur Implantologie und die wirtschaftliche Umsetzung bei GKV- und Privatpatienten im GOZ-Jahr 2012. Diagnostik und Dokumentation, Stärkung der Privatleistungen, Mitarbeiterdelegation und Neubewertung der Medizinrelevanz des Faches waren die Schwerpunktthemen der Veranstaltung. Die Motivation des zum Freitagspiel des 1. FC Nürnberg gegen Borussia Dortmund angereisten BVB-Kaders wurde auch im Teamkurs deutlich.

Im Praxistag Parodontologie Life am Samstag mit 14 Gästen standen die medizinische Beurteilung der Parodontalerkrankung, die Klarheit im diagnostischen Vorgehen am Patienten und der mikrochirugische Aspekt der modernen Parodontologie im Vordergrund. Prof. Buchmann demonstrierte mukoginigvale Eingriffe zur Zugentlastung im Unterkiefer sowie minimal-chirurgische Korrekturen parodontaler Knochenschäden im Oberkiefer. Schlüsselthemen der Diskussion am Nachmittag waren die frühzeitige Entscheidungsfindung zur Implantologie bei endodontischer und parodontaler Dekompensation, der Verzicht auf Resektionsbehandlung und die Wirtschaftlichkeit für Zahnarzt und Patient.

Fingerfood und attraktives Praxisambiente ergänzten den Diskurs und ständigen Dialog zwischen den Teilnehmern.

Rainer Buchmann, Düsseldorf

Legende zu den Fotos

Abb. 1: Applikation von Regenerationsprotein unter mikrochirurgischem Papillenerhalt im Oberkiefer.

Abb. 2: Lappenfixation durch Matrazennaht mit Ösentechnik zur Optimierung der interpapillären Gewebeadaptation, Durchblutung und Heilung.

Abb. 3: Mehrhandassistenz und Spiegeltechnik erlaubten allen Teilnehmern eine direkte Detailsicht des Operationssitus.

Abb. 4: Der Praxistag stand im Fokus der Medizin, der mikroinvasiven Chirurgie, des Patientennutzens und der Wirtschaftlichkeit.

Abb. 5: Modernste EDV-Unterstützung erleichterte die Konzentration aller Teilnehmer auf die parodontalen, endo- und implantologischen Kernfragen.

Abb. 6: Die Sicherung des Zahnbestandes durch Ausschöpfen des parodontalen Zahnerhaltes (medizinisch, mikrochirurgisch, prothetisch) hat Priorität für Patient und Zahnarzt (Foto M. Krause, Dresden).

Abb. 7: Eine ergänzende orthodontische Korrektur (Aligner, Schwarzsche Platte) als Privatleistung sichert die Wirtschaftlichkeit der Gesamtbehandlung (Foto M. Krause, Dresden).

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Fotogalerie

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